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Rare Momente

Hi Du,
Dunkelheit bedeckt die Süddeutsche Kleinstadt, gleich einer flauschigen, wärmenden Decke. Irgendwo Licht. Motten am Fenster. Durch das Glas. Hinein ins Zimmer, vibrierende Bässe, streichelnder Sound.
Mit einem seichten "Plopp"! entgleitet der Deckel des 10-Jahre alten Glenmourangie und verläst seinen Hals. Zehn lange Jahre musste er auf diesen Augenblick warten, schon als das World Trade Center noch stand. "Nipp, Schlürf, Aaah", willkommen in meinem Feierabend. Ein langer Tag, der nicht hätte kürzer sein können neigt sich seinem Anfang.
Solche Momente sind rar.
Darf ich die Zeit auch mal anhalten, wenn sich die Uhr doch weiterdreht?

Schnell das Leben geworden. Schnell wie ein fliegender Tennisball. Zisch, Pfeiff, Fuuuui. Schnell wie eine Droge, die durch den Blutkreislauf schießt und den Kortex lahm legt. Schreck, kurz, yeeeaaah!
Soviel passiert. Jede Stunde voller Klänge, Farben, Gesichter, Informationen und Wörter. Worte... Hast du was gesagt? Ach, das war gestern? Oder letzte Woche? Welches Datum haben wir? War nicht gerade erst Silvester? Wir standen auf diesem Balkon und warfen Schnee auf die Passanten. Jetzt unter den Kirschbaum. Blüht er? Oder war das letztes Jahr? Glenmorangie Glas leer. Nochmal "Plopp!" Aber diesmal leise. Ein Leben wie im Zeitraffer.
Geschwind hinein in die Uni, Treppen rauf, Gang runter, Fahrstuhl hoch, Sitzreihe entlang. Sitzen. Zwei Stunden Blabla. Sitzreihe entlang, Fahrstuhl runter, Gang hoch Treppen hinab, raus aus der Uni. Zeit verschwätzen, Kippen wegschnipsen. Abends wieder Glenmorangie. Motten, Bässe, Tennisbälle... STOPP!
Hi Du,
Dunkelheit bedeckt die Süddeutsche Kleinstadt, gleich einer flauschigen, wärmenden Decke. Irgendwo Licht. Motten am Fenster. Durch das Glas. Hinein ins Zimmer, vibrierende Bässe, streichelnder Sound.
Mit einem seichten "Plopp"! entgleitet der Deckel des 10-Jahre alten Glenmourangie und verläst seinen Hals. Zehn lange Jahre musste er auf diesen Augenblick warten, schon als das World Trade Center noch stand. "Nipp, Schlürf, Aaah", willkommen in meinem Feierabend. Ein langer Tag, der nicht hätte kürzer sein können neigt sich seinem Anfang.
Solche Momente sind rar.
Darf ich die Zeit auch mal anhalten, wenn sich die Uhr doch weiterdreht?

Ja, ich bin gut ins neue Semester gekommen. Es ist wie beim Wandern. Es läuft. Alltag? Frag mal Glenmorangie Glas. Kortex muss auch mal schlafen. Schlafen... Kennst du das Gefühl, das du mehr erlebst als du verarbeiten kannst? Fragmentarisch reiht sich Stunde an Stunde, der Dramaturg hat die Einheit der Zeit vergessen. Zeit ist Kortex. Raum ist Glenmorangie. Handlung ist ziemlich gut.

"Aber man soll ja nicht immer lamentieren, sondern eben auch einfach mal das genießen, was man hat und damit zufrieden sein."
Jaaaa, Zufriedenheit oh du Pflänzchen, ach so fragiles. Zufriedenheit bis der Wecker klingelt oder Glenmorangie? Zufrieden.. hin, hin, hin, zum Frieden. Die Richtung stimmt.
Viele Teile ergeben ein ganzes. Oder sie bleiben aneinandergereiht. Doch der Wecker schweigt. Alltag? Was ist das schon? Nichts währet ewig.
Rein, rauf, hindurch, vorneweg...Leben spüren. Schnee schmeißen, Kirschbäume und... Tennisbälle. Springt! Hüpft!
Kortex schläft jetzt.


Pischon
5.5.10 01:19
 


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