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Transformation und Zerstückelung von Harald Xaernatu

Harald Xaernatu (Künstlername: entstanden bei musikalisch unterbegabtem Gittarrengeschrammel und dem darauf folgendem Versuch die geniale? Idee trotz fehlender Notenkenntnisse irgendwie festzuhalten. Nach einigem Scheitern blieb es jedoch bei diesem Pattern (dessen lang gehaltenes U den Fans Gelegenheit zum Schreien geben sollte), das leiderleiderleider weder für die Musikkarriere noch für einen Song reichte und deshalb zum extravaganten Namen des normalen Harald Lomran wurde) war kinderkernig, einer der sich schlankwächst (Volksmund spricht!), eigentlich zum V hinstrebend, doch wie, wenn auch nicht beim Menschen, oft in der Natur, ging er über von Kernigkeit zu Fleischigkeit, von festweich zu schlackerndweich, von Sommerbräune zu Kellerbräune (zukünftiger Volksmund spricht!); anders also als geplantgewolltgehofft,letzteres besonders von Spiegelharald der so oft weint, weil Spiegellaufen kein Gramm Fett verbrennt und Spiegelfett doch soviel mehr wiegt als Echtfett, das vor dem Spiegel lang vergessenen Bewegungen hinterher vibriert. Mit 15 immerhin noch vollständige Persönlichkeit an einem Ort, im Dorf seiner Geburt, das so lange abgeschnitten war vom Netz. Und dann war es da!
Angefangen haben die, die schon wenige Jahre zuvor als erste nicht mehr nur Antennen auf den Dächern hatten,sondern sonnensehnend posierende Satellitenschüsseln, um Fernsehprogramme zu empfangen, die als Zentrum schon früh an die Virtualität der Bilder gewöhnten, während Harald auf dem Schoße seines Vater sitzend, unsichtbar Jeans tragenden, seriösen Männern beim ernsten Reden zuhören musste.
Und dann war es da! (Für alle aus seiner Klasse, ausgenommen Niemand, Niemand und Harald selbst natürlich).
AnmeldungAnmeldungAnmeldung und stilllaut wurde es. Grundsätzlich also kein Unterschied. Sagen Taschenrechner. Harald wurde jedoch einsam zu dieser Zeit, einhergehend mit dem Schweigen der Telefone, dem Ausbleiben der Briefe. In der Schule wurde zwar noch geredet, aber es galt: Versinke im Medium, um dich dann darüber erheben zu können! So, mit erhobener Meinung wurde dann auch kritisiert. „Früher war alles besser!“ ist in Zeiten der fliegendfliehenden ModenGesinnungenGeschmäcker nicht mehr nur ein Spruch der Alten. Also Anschluss suchen an die heraufziehende Kopffremdheit der Nahen als Devise.
Doch für jede Pubertät kommt der Tag, an dem die Eltern sich verändern, von den sturen Eseln, die die Mühlen der Teenagerqualen antreiben, zu kleinsten Zahnrädern, die selber nur Impulse weiterleiten, die einzelnen Zahnzacken schon so arg angegriffen, dass es mal stark, mal schwach aufs Kindlein ruckt. Und so geht dann auch das Feindbild dahin, wandelt sich nach rechts, links -auch gern gesehen Antimensch- oder versteckt sich in klar brennenden Seen, hinter manntragenden Schwaden oder anderen verklärten Stillleben. Jeder Kümmerlichprotest blieb doch erfolglos , weder Telefonmaschinen noch Telefonmenschenmaschinen lassen mit sich verhandeln, und wer schreit schon lauter als Geld? Xaernatu (kurze Phase vor Harald Lonrams sechszehntem Geburtstag, als die Identifikation mit der brennenden Leidenschaft des Gitarrenriffs noch ein mal besonders anwuchs) wartete also auf versprochene Weihen, die im Tagebuchrückblick, welcher gleichzeitig zukünftige Rückkehr zur Papierruhe bedeutet (sic!), des blassatrophierten Erwachsenen auch als Vielteilung bezeichnet werden würden.
Damals, als es endlich da!, aber unbedacht AnmeldungAnmeldungAnmeldung, da ist Sportgespräch, da das Kino zerreissen, woanders werden Freundschaftsketten um die Erde reichend gebildet, das verbindende Band aber nicht an Hand, Herz oder Geist, sondern rein über Kopflogik gespannt, Hier wird danach gesucht „was sich eben ergibt“, dort ebenso, nur, wenn sich was ergibt, bitte non verbal, schriftliche Kurzgespräche werden mit Schulhof-SlangSyntaxSchnelligkeit geführt; Sprachnähe überwindet Realdistanz.
Und so schrie Harald sich in die Welt hinaus  -ohne jedoch seine kleine Schwester in ihrem täglichen Mittagsschlaf zu stören (Still entgleitend also)- gar nicht die Fäden beachtend, die in Zauberermanier schwarz gefärbt sich um Gelenke spannten,er billigte  Nutzungen,sich selbst aufschneidend -Das Buffet ist eröffnet! bis zur Seele fleischig! Keine Sorge, es ist genug für alle da- zum öffentlichen Verzehr.
Im Gegensatz dazu manchmal draussen vor dem Fenster ein eigentlich häufignormales, doch aus Zimmersicht selten gesehenes Schauspiel: Ein Vogel „Tschilp“.Er hopst ein wenig auf dem Fenstersims, legt den Kopf schief: „Tschilp“. Er pickt, Kopf schief, „Tschilp“. Aber Fenster dreifachverglast, Kopfhörer. Ungehört, selbst aber auch uninteressiert flatterte er davon. Im Dorfnachteil lebend vergisst sich schnell der Vorteil.
Und jetzt mit gerade 18 plötzlich RUCK durch Harald X.. Da all die von Augen und Körper lange ungefühlten FädenDrähteFesseln angespannt, heben sich nun die Stimmen.
Mach!Gib!Lass!
Und während der Körper Anweisungen nachzappelt, wird der Kopf gelöst und und von einigen Fäden schwebend in die tieferen Regionen des Netzes gebracht. Zur Spinne mit ihm! 

A.Henkies

3.4.10 17:20
 


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